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DER GRAUPAPAGEI
Dieser Papagei lebt auf dem afrikanischen Kontinent und Gattung
ist aufgrund des dunkleren Gefieders in zwei Rassen unterteilt.
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A. GRAUPAPAGEI ( Psittacus erithacus
erithacus)
( Schwanzfedern leuchtend rot )
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B. TIMNEH - GRAUPAPAGEI (Psittacus
erithacus timneh)
( Schwanzfedern rostbraun bis graubraun )
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Die Heimat dieser GP-Rasse ist:
SO - Elfenbeinküste Ghana Togo Dahomey Nigeria S- Tschad,
etwa bis zu 10° nördlicher Breite Kamerun Zentralafrikanische
Republik Zaire Uganda W - Kenia Ruanda Burundi NW - Angola
Kongo - Republik Gabun Äquatorial Guinea Inseln Principe und
Fernando Póo bis etwa 10°südlicher Breite |
Die Heimat dieser GP-Rasse ist:
S - Guinea
Sierra Leone
Liberia
Westliche Elfenbeinküste |
Quellen:
Wolfgang de Grahl, DER GRAUPAPAGEI, Verlag Eugen Ulmer
Rosemarie Low, DAS PAPAGEIENBUCH, Verlag Eugen Ulmer
Über die Abstammung des Wortes PAPAGEI habe ich in der Literatur
drei Hinweise gefunden,
eine genaue Verifizierung war mir jedoch nicht möglich:
aus dem Arabischen:
BABAGA
aus dem Altfranzözischen:
PERROQUET
aus dem Westafrikanischen:
PAMPAKEI
In der natürlichen Umgebung ihrer Heimat leben sie in größeren
Schwärmen, sind sehr scheu und erlauben nur selten eine größere
Annäherung durch den Menschen. Wegen ihres hervorragenden
Nachahmungstalentes sind diese Papageien besonders beliebt
und wurden daher auch in größerer Anzahl importiert.
Der erste beschriebene Zuchterfolg gelang 1843 in England.
Mittlerweile werden sie mit großem Erfolg auf der ganzen Welt
gezüchtet, dadurch verringerte sich die Einfuhr erheblich.Meine
Empfehlung lautet, wenn überhaupt der Kauf eines Graupapageien
( oder eines anderen Papageien ) zur Debatte steht, sich einen
Zuchtvogel anzuschaffen. Über die unseligen Qualen beim Fang
und Transport brauche ich wohl nicht näher einzugehen.
Der Graupapagei braucht viel Liebe, Hingabe und Zeit, und
vor allem „ Ansprechpartner“. Nicht selten werden Einzelvögel
seelisch krank, sie werden sogenannte „Federrupfer“ oder auch
„Schreihälse“. Als Halter eines solchen Vogels fehlt oft die
Zeit, sich diesem so zu widmen, dass er sich nicht vernachlässigt
fühlt. Darum sollte man sich vor einem Kauf reiflich überlegen,
ob die Zeit da ist. Wenn nicht, dann rate ich unbedingt davon
ab, denn nichts ist für einen Graupapageien schlimmer als
Einsamkeit. Ein probates Mittel, dieser Fehlentwicklung gegen
zu steuern, ist der Kauf eines Paares. Dabei wendet man sich
vertrauensvoll an Züchter, die auch später mit Rat und Tat
zur Seite stehen können. Wenn man sich, wie ich seit 1989,
der Haltung und Pflege von Graupapageien widmet, erkennt man
sehr schnell, welche Charaktereigenschaften jeder einzelne
besitzt.
Es sind einerseits ruhige Vögel, andererseits sehr lebhaft,
liebenswürdig, anhänglich, treu, verspielt, verschmust, zum
Teil sehr beleidigt, Fremden gegenüber zunächst scheu, dann
überwiegt die Neugier, und sie suchen Kontakt und Kommunikation
durch Pfeifen und Sprechen. Man bedenke aber, dass Graupapageien
bei guter Pflege 50, 60 oder auch 70 Jahre alt werden können.
Dieses Hobby verlangt einerseits Verzicht auf etliche Annehmlichkeiten
wie Urlaub und andere Freizeitvergnügungen, es bringt aber
andererseits viel Entspannung durch das liebevolle Verhalten
dieser Vögel wie Zuneigung und Freude zeigen und dafür benötigt
man viel ZEIT.
Dieses erleben und erfühlen zu können, ist für mich das Schönste,
stimmt mich aber dennoch nachdenklich...
...und darüber habe ich mir Gedanken gemacht und sie niedergeschrieben.
Wie kam ich denn überhaupt zu diesem doch etwas ausgefallenen
Hobby?
Es war „JACKY“, ein Graupapagei, der mich anlässlich eines
Besuches bei einem Freund vor mehr als 30 Jahren fröhlich
mit den Worten: „Schwein, Schwein!“ ansprach. Dieser erste
Kontakt wurde natürlich vertieft durch weitere Besuche, die
letztendlich dazu führten, dass ich mich gedanklich mit dem
Kauf eines Graupapageien immer wieder beschäftigte. Bedingt
durch längere dienstliche Abwesenheit vom Wohnort und der
ehrenamtlichen Tätigkeit im Jugendbereich des Handballverbandes
Niedersachsen musste ich dieses Thema jedoch auf unbestimmte
Zeit verschieben, so dass es sich eben für eine längere Zeitspanne
nicht mehr stellte. Ende der 80er Jahre, ich hatte in meinem
Leben eine neue Partnerschaft begonnen. Ich erzählte meiner
Frau von „meinem“ Graupapageien „Jacky“, und darüber, was
er alles so angestellt hatte.
Dann stand dann eines Tages - nach einem Urlaub in Nordafrika,
aber unabhängig davon - ein großer Käfig mit einem laut schreienden
Graupapageien im Wohnzimmer. Damit begann eine Freundschaft,
eine Liebe zwischen Mensch und Tier, die ich nicht mehr missen
möchte, auch wenn es manchmal doch sehr nervend ist, wenn
„PEDRO“ zwischendurch seine Urwaldlaute erschallen lässt.
Letztendlich ist er im Grunde dafür verantwortlich , dass
wir jetzt vier Graupapageien zu Hause halten, integriert in
großen Vogelstuben, sicht- und hörbar im Wohnzimmer, selbst
am gut 800 m entfernten Waldesrand, wenn bei gutem Wetter
die Flügeltüren zur Terrasse geöffnet sind.
Dieses intensive Zusammenleben war auch ausschlaggebend dafür,
dass ich mich in meiner Freizeit hingesetzt und alle Erlebnisse
mit den „Vieren“ handschriftlich niedergeschrieben habe. Eine
Antwort des ARNDT-Verlages in Bretten auf die Vorlage meiner
Papageienerzählung brachte mich dazu, einen PC-Anfängerlehrgang
zu besuchen, mit dem Erfolg, dass ich heute ohne PC meinem
Hobby „Schreiben“ nicht so intensiv nachgehen könnte, wie
es mittlerweile der Fall geworden ist.
Über die Liebe zu diesen Graupapageien habe ich dieses neue
Hobby entdeckt, es macht mir jedenfalls viel Spaß.
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